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Nachlese: Weltlachyoga-Konferenz 2017

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Im Juni habe ich neun Tage lachend in Frankfurt verbracht. Nach einer großartigen Ausbildung zum Lachyoga-Ausbildungslehrer ging es nahtlos weiter zur ersten Weltlachyoga-Konferenz. Der Auftakt war der am Vortag stattfindende „Global Laughter Prayer for Peace“ (das „globale Lachyoga-Gebet für Frieden“) in der Frankfurter Wartburgkirche. (Ist es erlaubt, in einer Kirche zu lachen? fragte uns eine irritierte Besucherin. Ja man darf… :-))
Direkt im Anschluss gab es eine open-air Lachyoga-Session im benachbarten Günthersburgpark. Es folgten ganze drei Tage mit zahlreichen Workshops und Vorträgen von und mit Lachyogis aus der ganzen Welt: rund 350 Teilnehmer aus über 30 Ländern haben sich zu dem wohl größten Netzwerktreffen in der Geschichte des Lachyogas versammelt. Unter folgenden Links könnt ihr euch einige Bilder von den Konferenztagen anschauen:

Mich persönlich haben die zahlreichen Einsatzgebiete von Lachyoga beeindruckt: Der Mexikaner Luis Gomez wird von einem Gefängnis angestellt, um dort regelmäßig Lachyoga mit den Insassen zu machen. In Japan wurde Lachyoga zur emotionalen Bewältigung der Tsunami-Katastrophe angewendet. In den Niederlanden wird Lachyoga-Coaching für Menschen angeboten, die ihr Lachen „verloren“ haben. In Israel wird Lachyoga als Friedensarbeit gemeinsam mit den Palästinensern gemacht. In Australien wurde Lachyoga mit Dialyse-Patienten im Rahmen einer Studie eingesetzt. In den westlichen Ländern setzen immer mehr Firmen und Bildungseinrichtungen Lachyoga zur Stressbewältigung und Förderung der Konzentrationsfähigkeit ein. Als Hobby-Tänzer hat mir natürlich die Kombination von Lachen und Tanzen gefallen, die in Deutschland unter dem Namen LaughterDanza angeboten wird. Vom Kindergarten bis zum Altersheim wird darüber hinaus Lachyoga für alle Altersklassen angeboten…

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Dr. Madan Kataria und seine Frau Madhuri mit dem frisch gebackenem Lachyoga-Lehrer Michael Stork

Nachdem ich schon fünf Jahre Lachyoga mache, war es natürlich ein besonderes Erlebnis den Begründer Dr. Madan Kataria und seine Frau Madhuri Kataria kennenzulernen. Beide waren bereits an den letzten zwei Tagen der Lehrerausbildung anwesend. Dr. Kataria empfahl uns im Anschluss an die Ausbildung 40 Tage lang täglich Lach- und Atemübungen zu machen, um das Lachen als Gewohnheit zu entwickeln. „Ein Lachyogi sollte aussehen wie ein Lachyogi, denken wie ein Lachyogi, sich fühlen wie ein Lachyogi und handeln wie ein Lachyogi“ waren seine Worte. Ähnlich wie Erich Fromm einst die Kategorien Haben und Sein aufstellte, wird hier der Unterschied zwischen „Lachyoga machen“ und „Lachyogi sein“ deutlich.
Ich habe die „40-Tage-Challenge“ angenommen und bin sehr dankbar dafür. Zum einem durfte ich die Selbstdisziplin erlernen, eine neues „Programm“ 40 Tage lang konsequent umzusetzen. Darüber hinaus hat das tägliche Lachen mir stark geholfen, den Tod meiner Großmutter zu verkraften, der sich ungefähr drei Wochen nach Beginn der Challenge ereignete. Trotz der vielen Arbeit, die mit dem Neubeginn meiner Selbständigkeit verbunden ist, konnte ich emotional stabil bleiben.

Lachen verbindet: Ich habe nicht nur eine große Fülle an Inspiration, Motivation und Ideen aus Frankfurt mitgenommen sondern auch viele tolle Kontakte. Noch vor der Konferenz schrieb mich die Japanerin Wakako Miyata über Facebook an. Sie organisiere eine Städtereise mit rund 20 Japanern, die alle zur Konferenz kämen. Gleich einen Tag nach der Konferenz stand nachmittags Heidelberg auf dem Programm. Wir einigten uns auf eine Lachyoga-Session im Heidelberger Schlossgarten, den die Gruppe als Touristen sowieso besuchen würde. Das war ein riesen Spaß und ein toller Übergang für mich von den Frankfurter Lachyoga-Tagen in den Alltag. Bilder und Videos dazu könnt ihr hier sehen:
Fotos + Videos Lachseele PIN: heidellaugh2017

Manchmal muss man weiter weg fahren, um seine Nachbarn kennenzulernen. In diesem Sinne habe ich weitere Lachyoga-Leiterinnen aus Heidelberg getroffen und mich anschließend mit ihnen zusammengeschlossen um noch mehr Termine für eine bestehende Lachyogagruppe gemeinsam anbieten zu können.

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Laura Chaplin und die Lachseele Michael

 

Während der Konferenz durfte ich die Keynote-Referentin Laura Chaplin kennenlernen. In ihrem Buch „Lachen ist der erste Schritt zum Glück“ beschreibt sie ihre Lebensgeschichte und die ihres Großvaters Charlie Chaplin. Ich war etwas irritiert, weil sie während der Rede auf der Konferenz Englisch sprach und auch in Englisch aus ihrem Buch las, das mir nur als deutsche Fassung bekannt war. Hinterher ließ ich mir erklären, dass sie englisch- und französisch-sprachig aufgewachsen ist, das Buch auf Englisch schrieb und der Verlag es offensichtlich vorzog, das Buch erstmal auf Deutsch zu publizieren. Kommendes Jahr soll das englische Original erscheinen. Ich habe ihr eine gemeinsame Veranstaltung für 2018 in Heidelberg angeboten, wozu sie spontan zugesagt hat. Sobald die Planung konkreter wird, werde ich natürlich berichten…

Vielen Dank an Gabriela Leppelt-Remmel (stellvertretend für viele weiteren Helfer und Planer) für die Haupt-Organisation der wirklich sehr gelungenen Konferenz und die schönen Ausbildungstage.

Für die tolle Ausbildung möchte ich zusätzlich den drei Lachyoga-Mastern Angela Mecking, Gisela Dombrowski und Egbert Griebeling danken.

Autor: Michael Stork www.lachseele.de

Aktuelle Lachyoga-Termine in Heidelberg und Mannheim:
www.facebook.com/lachseele/events
www.lachseele.de/termine


 

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